43. Leverkusener Jazztage
Do. 03.11.2022
William C. Cobham wurde am 16. Mai 1944 in Panama geboren, wo er durch die Beobachtung seines Cousins eine Vorliebe für Schlagzeug entwickelte. Im Alter von drei Jahren zog seine Familie nach New York City und im Alter von acht Jahren gab Billy zusammen mit seinem Vater sein Debüt als Schlagzeuger. Als Heranwachsender spielte Billy bei den St. Catherine’s Queensmen an der High School of Music and Art. Nach seinem Abschluss diente Billy als Schlagzeuger in der U.S. Army National Band. Danach spielte er als Schlagzeuger in der Band des Pianisten Horace Silver und tourte mit ihm in den späten 1960er Jahren durch die Vereinigten Staaten. Dann verließ er die Band, um im Fusion-Ensemble von Miles Davis mitzuspielen, wo er auf Davis-Klassikern wie „Like-Evil“ und „A Tribute to Jack Johnson“ zu hören ist. Schließlich trennte sich Cobham von Davis‘ Gruppe, um mit dem Mahavishnu Orchestra zu arbeiten, wo er seine Technik und seinen Fusion-Stil weiter erforschen konnte, der viele in den folgenden Jahren beeinflusste.

Nachdem er beschlossen hatte, sich vom Mahavishnu Orchestra zu trennen, gründete Cobham seine eigene Band, Spectrum, und unterschrieb bei Atlantic Records. Das Debütalbum von Spectrum enthielt eine Mischung aus Jazz, Funk und Rock, die es Cobham ermöglichte, weiter mit dem Schlagzeug zu experimentieren. 1975 veröffentlichte Cobham „A Funky Thide of Sings“ und wandte sich damit ausschließlich dem kommerziellen Jazz zu. 1977 verließ Cobham Atlantic und unterschrieb beim CBS-Label, das ihm den kommerziellen Erfolg ermöglichte, den er sich immer gewünscht hatte. Nachdem er CBS verlassen hatte, konzentrierte sich Cobham auf seine Möglichkeiten als Session-Schlagzeuger und andere Nebenbeschäftigungen, wie z. B. als Schlagzeuger für das Nebenprojekt Bobby & the Midnites von Grateful Dead. 1988 half Cobham bei der Gründung einer Gruppe namens Jazz is Dead“, die die Musik von Grateful Dead mit Jazz-Elementen neu interpretierte.

Im Jahr 2001 wurde Cobham vom Modern Drummer Magazine zu einem der 25 einflussreichsten Schlagzeuger ernannt. Er ebnete den Weg für künftige Schlagzeuger, indem er die Art und Weise, wie Schlagzeug aufgebaut ist, wie es gespielt wird und wie es Spaß macht, veränderte. Im Jahr 2001 veröffentlichte Cobham „Drum ’n Voice 1“, das seine Rückkehr zum Jazz-Funk-Sound der 1970er Jahre darstellte. 2006 veröffentlichte Cobham dann „Drum ’n Voice 2“ und schließlich 2009 sein Nachfolgealbum „Drum ’n Voice 3“. Seit 2011 unterrichtet Cobham Schlagzeug online an der Billy Cobham School of Drums, einer ArtistWorks Drum Academy. 2018 tourte Cobham mit einer Performance-Serie namens „Crosswinds Project“ durch die USA, um sein zweites Album „Crosswinds“ wieder aufleben zu lassen. Die Tournee umfasste seine Originalwerke aus den 1970er Jahren und wurde 2019 zur Feier von Cobhams 75. Geburtstag fortgesetzt.

Cobham tourt weiterhin weltweit.