Woman´s Night, 43. Leverkusener Jazztage
Do. 10.11.2022
Lady Blackbird

Die Stimme kennt man. Kein Wunder, veröffentlichte Lady Blackbird doch vor knapp zehn Jahren unter ihrem bürgerlichen Namen Marley Munroe die Smash-Single „Boomerang“, die auf den R&B-Stationen in Dauerrotation lief. Aber erst mit dem düster-minimalistischen „Black Acid Soul“ hat diese Stimme, die immer an die Jazzdiven längst vergangener Zeiten erinnert, eine Umgebung gefunden, in der sie zu voller Blüte gelangt. Das Album vereint Eigenkompositionen und Cover-Versionen, darunter Interpretationen von Nina-Simone-Stücken, die nachgerade wehtun, ja: manchmal richtiggehend brutal klingen. Am Ende eines Tals aus Schmerz, Trauer und Verzweiflung wartet aber eine große Portion Trost, musikalisch verpackt in psychedelische SunRa-Opulenz. Lady Blackbird ist überzeugt, dass selbst im größten (Liebes-)Kummer Hoffnung liegt: „Es ist wie bei einer Amputation – für die wirst du erstmal auch nicht dankbar sein. Aber am Ende rettet sie dein Leben!“

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Ina Forsman

Die kraftvolle, ausdrucksstarke und honigfarbene Stimme von Ina Forsman trifft bei ihren bisherigen zwei Alben auf eine breite musikalische Palette aus Soul, R&B und Jazz. "In dieser Art von Musik sind die Emotionen so lebendig, dass man sie fast mit den bloßen Händen anfassen kann. Das ist etwas, was ich an der Musik und an anderen Künstlern schätze: diese Emotionen zu hören und zu fühlen und die Authentizität des Ganzen, wenn es nicht gezwungen oder zu perfekt und geplant klingt", so die finnische Sängerin, die im Jahr 2019 ihre Heimat Helsinki verließ, um in Berlin ein neues Leben zu beginnen.

Mit dem neuestem Album hat Ina Forsman eine neue, gefühlvollere Richtung eingeschlagen und mit einer ordentlicher Portion Retro-Soul versehen. Im Frühjahr 2022 werden vorab Singles aus ihrem kommenden Album veröffentlicht. "Im Moment liegt mein Hauptaugenmerk darauf, neue Musik zu veröffentlichen und ein neues Tempo für mein künstlerisches Schaffen vorzugeben und es den Leuten nahezubringen, weil ich glaube, dass es etwas ganz anderes sein wird als das, was sie bisher von mir gehört haben.".

Seit Anfang März ist die Single „Don’t Lose Today“ veröffentlicht und der Track ist der konzentrierteste Ausdruck von Ina Forsmans kommendem Album. Der Song handelt von großer erfüllender Liebe und verheerenden inneren Kämpfen. Zwei Welten prallen wie Kontinentalplatten aufeinander und erzeugen pure Energie, auf deren Basis Neues wachsen und gedeihen kann. „Don’t Lose Today“ ist eine Power-Ballade. Grundlage des Songs ist ein Gespräch, das Ina Forsman mit ihrem Lebenspartner führte. Sie fragte ihn, ob er glücklich sei. Er antwortete, ich arbeite mich für ein besseres Morgen ab, aber währenddessen verliere ich das Heute.

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Alma Naidu

Alma Naidu geho?rt zu den vielversprechendsten Sängerinnen der deutschen Szene (SZ) - vielfach in der Presse gerühmt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Sängerin und Komponistin trat unter anderem bei der Jazzwoche Burghausen, dem Nublu Festival New York und den Leverkusener Jazztagen auf. Konzertreisen unter anderem mit Wolfgang Haffner brachten sie in den vergangenen Jahren bis nach Indien, Myanmar und in die USA.

Ihr Studium in Jazzgesang absolvierte Alma Naidu an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Royal Academy of Music in London, wo sie unter anderen bei Jazzikone Norma Winstone studierte.

Neben ihrer Jazzlaufbahn wirkte die Sängerin in diversen Musicalproduktionen wie "Rosaly - das Mädchen aus Glas" als Rosaly (München, 2016), "Highlights aus Lion King" als Nala (Salzburg, 2017), "Lovemusik" (Musikalische Komödie Leipzig, 2018) und "Jesus Christ Superstar" (Staatstheater Augsburg, 2019) mit. Zudem konzertiert sie regelmäßig als Solistin von symphonischen Filmmusikkonzerten in den Konzerthallen der Republik.